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Interview Transkription

Interview Transkription - Worauf ist beim transkribieren von Interviews zu achten?

Unter einer Transkription Interview versteht man die Verschriftlichung gesprochener Aufzeichnungen. Vor allem, wenn bei wissenschaftlichem Arbeiten Interviews geführt werden, müssen diese zunächst transkribiert werden, ehe man sich an eine Auswertung machen kann.
Dabei ist der zeitliche Aufwand für die Transkription nicht zu unterschätzen. Als Faustregel gilt, dass eine Audiotranskription fünf- bis zehnmal so lange dauert wie die Audiodatei selbst.

Verschiedene Möglichkeiten für die Interview Transkription

Für das Vorgehen bei der Interview Transkription gibt es grundsätzlich drei verschiedene Herangehensweisen. Welche die richtige ist, hängt primär vom Ziel der Interview-Auswertung ab.

Lautsprachliche Transkription:
Hierbei erfolgt das Transkribieren des Interviews möglichst genau. Dialektische Färbungen oder andere sprachliche Besonderheiten werden bei dieser Form der Transkription beibehalten. Dasselbe gilt für Zögerungslaute oder Füllworte.

Vereinfachte Transkription:
In diesem Fall erfolgt die Transkription nicht lautsprachlich, sondern wörtlich. Dialektische Ausdrücke werden in die hochdeutsche Sprache übersetzt und Stottern oder andere Sprachauffälligkeiten werden ausgelassen.

Zusammenfassende Transkription:
Häufig kommt diese Form der Transkription bei geschäftlichen Besprechungen und Diskussionen zum Einsatz. Ergebnis der Transkription ist eine Zusammenfassung des Gesagten und keine wörtliche Wiedergabe.

Sechs bekannte Transkriptionssysteme

Während sich drei der bekanntesten Systeme an der lautsprachlichen Transkription orientieren, legen drei andere bekannte Systeme den Fokus auf eine wörtliche Transkription.

• System 1 (einfach): Nach Dresing/Pehl: sehr weit verbreitet im deutschsprachigen Raum
• System 2 (einfach): Nach Kuckartz
• System 3 (einfach): Nach Dittmar
• System 4 (komplex): GAT: sehr bekannt im deutschsprachigen Raum
• System 5 (komplex): HIAT
• System 6 (komplex): Nach Jefferson: besonders im englischsprachigen Raum sehr bekannt

Beispiel für ein einfaches Transkriptionssystem

Grundlage für das einfache Transkriptionssystem nach Dresing/Pehl sind einfache Transkriptionsregeln. Häufig angewendet wird es an Universitäten und in der qualitativen Forschung. Bei diesem System wird wörtlich transkribiert. Dies bedeutet also, dass auf die Transkriptionen von Füllwörtern verzichtet und Dialekte ins Hochdeutsche übersetzt werden. Eine Ausnahme besteht, wenn eine Antwort nur aus einem Füllwort (zum Beispiel „ähm“) besteht. Zudem werden bei diesem Transkriptionssystem Satz- und Wortabbrüche geglättet, was die Lesbarkeit erhöht.
Beispiel: Aus dem Satz „Das hamma einfach so gemacht“ wird im Interviewtranskript „Das haben wir so gemacht“.

Fehler in Sachen Grammatik werden jedoch beibehalten. Beispiel: Der Satz „Da sind wir in den Kino gegangen“ wird im Interviewtranskript nicht verändert bzw. korrigiert. Sollten Wörter oder ganze Satzteile unverständlich sein, beispielsweise aufgrund lauter Hintergrundgeräusche oder undeutlicher Aussprache des Sprechers, dann wird dies mit „unv.“ gekennzeichnet.